Ein Baum aus der Göhrde
1 Eiche

1 Eiche
Menschen pflanzen Bäume, Menschen lieben Bäume, Menschen nutzen Bäume und Menschen fällen Bäume.

Der Mensch lebt in Abhängigkeit von Bäumen. Bäume sind Energie, Bäume sind Lebensraum, Bäume sind Wald, Bäume sind Holz, aber Bäume sind auch Lebewesen und Persönlichkeiten.

Zwischen katastrophalem Raubbau und schonender Nutzung von Bäumen bewegen wir Menschen uns in einem Spannungsfeld, oft mit von Entfremdung verschlossenen Augen. Es tut uns weh, wenn ein grosser Baum fällt, aber kein Mensch lebt ohne Holz.

Wir laden ein, hinzusehen und nachzudenken. Den Blick zu wenden auf das Leben einer Eiche , auf ihren Tod und ihre Transformation. Das Forstamt Göhrde hat uns für dieses Projekt eine Traubeneiche aus dem Hohen Holz, einem alten Waldstandort mitten in der Göhrde, gespendet.

In 53° nördlicher Breite und 10° östlicher Länge bringt uns diese Eiche zusammen.

1 Eiche, 3 Jahre, 30 Menschen – wir wollen einen Baum erlebbar machen, genau hinsehen, wie er wächst, ihn dann fällen und zeigen, was in ihm steckt.

30 Menschen lassen sich auf eine Erfahrung ein. Von Naturkundlern, Förstern, Landwirten und Literaten über Korbflechter, Glasbläser, Drechsler und Tischler bis hin zu Zimmerleuten, Malern und Bildhauern bearbeiten wir eine Eiche – in einem interdisziplinären Dialog.

Wir werden drei Jahre mit diesem Baum leben. Werden uns freuen über seine Schönheit und Kraft, uns beladen mit seinem Tod und seiner Masse und uns versöhnen durch Demut und die Schönheit der Dinge die entstehen sollen.

Ein Projekt im Rahmen der Kulturellen Landpartie(n) 2014-2016 und in einer Wanderausstellung in der Zukunft ...

Ein Baum aus der Göhrde